Der Museumshafen Kappeln

Östlich von Flensburg finden Sie den Museumshafen Kappeln and der Schlei. Viele kleine und größere Fracht- und Fischerei Schiffe bieten hier schon seit 1981 einen Anblick auf ungezählte Holzmasten, die schon aus der Ferne zu erkennen sind. Hier wartet auf die Besucher die Welt von Segeln, Tauen und geschrubbten Decks.

Eine Heimat für alte Schiffe

So manches historische Schiff hat im Museumshafen Kappeln seine neue Heimat gefunden. Und nun begeistern diese Schiffe die Besucher des Museums. Einige Schiffe sind auch Nachbauten früherer Modelle.

Die Adelante

Adelante präsentiert sich als Nachbau einer Slup. Das waren Frachtsegler aus dem 19. Jahrhundert. Diese wendigen Schiffe waren gut und sicher zu segeln und ideal auch für anspruchsvollere Seereviere. Doch all zu schnell wurden die Slups von den größeren Schonern und Ketschen verdrängt. Und so kommt es, dass dieses schöne Schiff leider nur noch als Nachbar erhalten ist.

Die Else af Sletten

Das Bornholmer Heringsboot wirkt schlank und schnittig im Unterwasserschiff und vorne etwas völliger. Im Jahre 1923 aus Eiche gebaut, kam sie als Heringsboot mit Steuerloch und Vor- und Achterkajüte zum Einsatz. Die Die Else af Sletten hatte eine kuttergetakelte Segelfläche von 50 Quadratmetern.

Die Frederike von Altona

Dieses Fischerfahrzeug kam in den Niederlanden als Schokker im Nord-Ost-Teil der Zuiderzee beim Fischfang zum Einsatz. Die Frederike von Altona hat eine Länge von knapp 10 Metern und ein sehr schmales Unterwasserschiff. Die Spanten sind rund und steigen steil auf. Das Schiff hat eine verhältnismäßig kurze Gaffel, das Rigg ist recht einfach zu bedienen. Die Frederike von Altona steht als Nachbau im Museumshafen.

Die Hermine

Der Nachbau des englischen Austernkutters Vigoline wird mit heute einer Hatz BMW 45 PS Maschine betrieben und hat eine Segelfläche von 75 Quadratmetern. Das Originalschiff stammt aus dem Jahre 1896, der Nachbau erblickte 1975 das Licht der Welt.

Die Isamar

Die Isamar wurde in den Jahre 1977 bis 1988 gebaut und war für die unbeschränkte Hochseefahrt auch unter harten Seebedingungen ausgelegt. Die Isamar war Ketsch-Getakelt und als Gaffelsegler geriggt. Die Segelfläche war auf mehrere kleine Segel aufgeteilt, was eine einfache Anpassung an unterschiedliche Windverhältnisse möglich machte.

Die Jonas von Friedrichstadt

Der See Ewer wurde im Jahre 1911 im friesischen Waterhuizen gebaut. Nach einem Umbau wurden die Laderäume, die früher vor allem der Frachtquote dienlich waren, in ein gemütliches Ambiente umgestaltet. Die Jonas wurde von den holländischen Brüdern van Diepen vom Stapel gelassen und wurde als Versorgungsschiff für die Küstenbewohner für Waren aller Art eingesetzt. Bis in die 1930er Jahre reiste Sie unter Segeln, danach wurde sie zum Motorschiff umgebaut. Der Schiffstyp See-Ewer setzt auf zwei Masten mit Gaffeltakelung und einen geringen Tiefgang. Hierdurch war es auch möglich, durch das Watt zu schiffen und praktisch jeden Küstenort anzusteuern.

Die Rollo

Der Nachbau eines legendären Hochsee-Rettungskutters wurde im Jahre 1993 rekonstruiert. Das Originalschiff war dazu in der Lage bei stürmischen Witterungen anderen Seglern zu Hilfe zu eilen. Die Segelfläche der Rollo beträgt 150 Quadratmeter. Sie verfügt über einen Mercedes OM 312 Motor mit 90 PS.

Der Krabbenkutter Sajama

Die Sajama wurde im Jahre 1977 auf der kleinen Insel Hjarnø vor dem Horsens Fjord gebaut. Der Krabbenkutter bot Raum für rund 100 Lebewesen, darunter auch manchmal Hunde und Katzen. Experten können den englischen Einschlag der modifizierten Riß von Viggoline erkennen. Sie hat einen Tiefgang von 1,45 Metern und eine Segelfläche von 70 Metern, die sich auf sechs Segel verteilt.

Die Sæløer

Aus dem Jahre 1917 stammt das Frachtsegelschiff Sæløer. Gebaut als norwegische Listaskoyte verfügt das Schiff über gute Segeleigenschaften und einem hohen Tragvermögen. Heute verfügt die Sæløer über einen Volvo 280 PS Motor. Die Segelfläche hat eine Größe von 210 Quadratmetern.

Hier liegt der Museumshafen

Der Museumshafen liegt knapp 50 Minuten südöstlich von Flensburg entfernt. Fahren Sie über die K90. Von Kiel aus können Sie Kappeln ebenfalls in 50 Minuten erreichen. Hier fahren Sie über die B76 und die B203 nach Norden.

Dies ist die Adresse zum Museumshafen:

Museumshafen Kappeln e.V.
Nestleweg
24376 Kappeln

Und die Webseite: https://www.museumshafen-kappeln.de