Rubjerg Knude Leuchtturm

Geschichte des Leuchtturms

Vom 27. Dezember 1900 bis zum 1. August 1968 brannte das Licht im Leuchtturm Rubjerg Knude und half den Seeleuten bei Dunkelheit, Nebel und schlechtem Wetter zu navigieren. Der Bau des Leuchtturms begann im März 1899 auf dem höchsten Punkt der Küste, 60 Meter über dem Meeresspiegel und 200 Meter landeinwärts.

Der Leuchtturm selbst ist 23 Meter hoch und das Licht, welches aus einer Entfernung von bis zu 42 Kilometern zu sehen war, stammt von seinem eigenen Gaswerk, das die Energie sowohl für die Beleuchtung als auch für den Betrieb des Nebelhorns lieferte. Später wurde das Gas durch Petroleum ersetzt, welches wiederum durch die Versorgung aus einem Gleichstromkraftwerk ersetzt wurde.

Der Alltag am Leuchtturm

Wenn man heute den Leuchtturm Rubjerg Knude besucht, kann man sich kaum vorstellen, dass hier einmal drei Männer und ihre Familien lebten. Die Familien lebten in Häusern mit Gärten, die in Richtung Osten gelegen waren, in denen die Familien Gemüse anbauten.

Das Personal bestand aus zwei Leuchtturmwärtern und einem Leuchtturmassistenten, die gemeinsam dafür sorgten, dass der Leuchtturm Tag und Nacht betreut wurde. Gas musste produziert werden, Maschinen und Motoren mussten gewartet werden, Sand musste vom Hof und zwischen dem Meer und dem Leuchtturm entfernt werden, die Nebelsignaluhr musste aufgezogen werden und auch die Uhr des Linsenapparates alle drei Stunden. Außerdem musste auf Schiffe in Schwierigkeiten geachtet werden.

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Wahrhaftig zur Flucht getrieben

Obwohl der Leuchtturm ursprünglich 200 Meter landeinwärts gebaut wurde, hat der Wind im Laufe der Zeit große Mengen Sand ins Landesinnere geblasen, wodurch die Küste näher an den Leuchtturm herangerückt ist. Um dem Sandtreiben entgegenzuwirken, wurden die Dünen mit Strandhafer und Zweigen bepflanzt, was nur dazu führte, dass die Dünen mehr Sand ansammelten und dadurch so hoch wuchsen, dass man zeitweise das Licht des Leuchtturms draußen auf dem Meer nicht mehr sehen konnte.

Der Kampf gegen den Sand wurde 1968 aufgegeben, als das Licht im Leuchtturm zum aller letzten Mal eingeschaltet wurde. Heute ist der Leuchtturm dem Meer ausgesetzt und es ist nur eine Frage der Zeit, bis er auf den Strand fällt.

Der Leuchtturm nach seiner aktiven Zeit

Nach seiner Schließung im Jahr 1968 wurde der Leuchtturm ab 1980 als Kulisse für ein Museum für Sand und Sandtreiben genutzt. Das Museum erzählt die Geschichte des Leuchtturms Rubjerg Knude, seine Konstruktion, den Betrieb und die technischen Elemente des Leuchtturms zusammen mit der Geschichte des ewigen Kampfes gegen die Sandverwehung in Rubjerg.

Leider wurde durch den Sand auch dieses Abenteuer beendet, denn 1992 gab das Museum den Kampf gegen die Sandverwehung auf und musste 2002 endgültig schließen. Jetzt kann die Ausstellung in Strandfogedgården, nur zwei Kilometer südlich vom Rubjerg Knude Leuchtturm, besucht werden.

Eine ornithologisches Perle

Für Ornithologie Interessierte ist die Landschaft um Rubjerg Knude etwas ganz Besonderes und Heimat vieler seltener Vogelarten. 1978 wurden Zimmer in den Wohnungen ehemaliger Leuchtturm-Mitarbeiter für Ornithologen zur Verfügung gestellt, die zwischen 1979 und 1980 274 der 382 in Dänemark vorkommenden Vogelarten beobachten konnten.

Der Grund für die große Anzahl an Vogelarten ist, dass die Landschaft rund um Rubjerg Knude Dänemarks größtes Sanddorndickicht beherbergt, das die kleinen Tiere vor größeren Raubtieren schützt und somit den perfekten Ort zum Brüten und Leben bietet.

Kontakt: Rubjerg Knude Leuchtturm

Strandfogedgården
Langelinie 2, Rubjerg
9480 Løkken

Besuchen Sie die Website des Leuchtturms.

Foto: Kim Wyon